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RATSCHLÄGE

RATSCHLÄGE FÜR DEN UMGANG MIT SCHAMANEN IN EUROPA UND

EUROPÄISCHEN NEO-SCHAMAN/INNEN

Wer sich in Europa in schamanische Behandlung oder Ausbildung begibt, befindet sich ausserhalb gewachsener Strukturen und Gemeinschaften, die hier Korn von Streu trennen helfen könnten. Deutsche Indianer und ein "lachender Bär" in 6 facher Ausfertigung, alles ist in diesem "Markt" möglich!

Eine große Schar leichtgläubiger Europäer macht es möglich, dass sich Scharlatane und Unwissende hier tummeln und profilieren.

Schwerpunkt ist hier die Einschätzung schamanischer Heiler innerhalb Europas. Diesen gilt die größte Nachfrage bei uns, denn nicht alle Schamanen sind Heiler.

Einige wenige sind eine Art "Bewusstseinsastronauten". Sie sind eher für ein kleineres Klientel interessant, das auch gern mit Halluzinogenen experimentiert. Dies wird hier vernachlässigt.

Hüten Sie sich vor kindlichen Phantasien  über schamanische "Wunderheiler". Schamanen sind Menschen, wenn auch ungewöhnliche. Ihre Behandlungen führen manchmal eher zu schmerzlichen Erkenntnissen, statt zu Wohlgefühl.

Bitte stellen Sie Ihrer Behandlerin oder einem möglichen Lehrer folgende Fragen. Wer frei von Dünkel ist, wir sie gerne und freimütig beantworten. Wenn dazu keine Zeit ist oder der "Respekt" das verbietet, ist bereits Vorsicht geboten.

Es ist notwendig folgende Arten von "Schamanen" zu unterscheiden:

  1. ein traditioneller Schamane der sein Volk vor Ort betreut
  2. ein dunkelhäutiger Indigeno der behauptet Schamane zu sein und in Europa lebt
  3. ein authorisierter Weisser, der eine profunde traditionelle Ausbildung erhalten hat und das Wissen auf den Westen übertragen kann
  4. ein Weisser der schon mal bei Indianern war und das traditionell schamanische Wissen hier imitiert, ein sogenannter "Plastikschamane".

Bieten die Veranstalter schamanische Wochenendkurse an? Ist es möglich nach eigenem Dafürhalten an mehreren Kursen oder Ritualen als "Ausbildung" teilzunehmen oder nicht? Gibt es dafür keine verbindliche, mehrjährige Ausbildungsdauer?

Diese Art der "Schnupperkurse" an Wochenenden, erlaubt kein tiefes Einsteigen in einen schamanischen Kosmos der eine tiefe Veränderung unserer ganzen westlichen Weltsicht erfordert. Alles andere wäre westlicher "Instant" Schamanismus.

Möglich ist nur eine Art schamanischer "Selbsterfahrung" die allerdings keinesfalls zur Arbeit mit anderen qualifiziert. Wer das ignoriert, wird sehr wahrscheinlich durch entsprechende Erfahrungen eines besseren belehrt werden.

Ist ein Neo/ Schamane der heilt, auch medizinisch qualifiziert, oder lediglich Philosoph oder Künstler?

Traditionelle, schamanische Heiler haben immer ein fundiertes medizinisches Grundwissen, auch wenn sie es nicht auf einer hiesigen Schule erworben haben. Ihre Begrifflichkeiten unterscheiden sich von westlich klinischer Terminologie. Aber sie wissen genau wie Ärzte, in welchem Zustand sich jemand befindet.

Philosophen, Künstler, Ethnologen oder Psychologen sind genau wie " Hexen", deshalb die falsche Adresse, wenn es um ernstliche, gesundheitliche Belange geht.

Eine "schamanische Psychotherapie" ist ein Widerspruch in sich. Schamanen arbeiten nicht mit Konstrukten wie "Psyche". Dieser Begriff entstammt einer europäisch, säkularen Weltsicht.

Wo ist die Quelle des schamanischen Wissens?

Ethnologen und Psychologen betrachten schamanisches Wissen meist von außen. Sie sind meist nicht authorisiert schamanisch zu arbeiten oder gar zu lehren. Viele indigene Völker bezeichnen das als kolonialistischen Diebstahl eines geistigen Kulturgutes. Diebstahl ist es, weil niemand aus ihrem Volk, ihnen dieses traditionelle Wissen unmittelbar geschenkt hat.

Kein/e Europäer/in wird im Schnellverfahren initiiert. Fragen Sie, wie lange die Ausbildung gedauert hat und ob jemand überhaupt eine Erlaubnis hat in Europa damit zu arbeiten oder zu lehren. Wer hat diese Erlaubnis gegeben? Wozu wurde jemand berechtigt?

Esoterische Heiler/Heilerinnen machen sich oft einen ganz privaten Reim aus Indianerromantik und Weltreligionsmixtur. Eine solche Mischung wird von Europäern ohne Hemmungen als "schamanisch" angeboten.

Nur direkt authorisierte Lehrende mit einer angemessenen Ausbildung in einer traditionellen, schamanischen Kultur dürfen so arbeiten oder gegebenenfalls auch lehren. Alles andere ist kolonialistischer Diebstahl geistigen Eigentums.

Es genügt nicht, schon einmal bei "Indianern" gewesen zu sein. Das sagt noch gar nichts aus.

Auch Forschungen sehen das "Objekt" notwendigerweise mit wissenschaftlichen Abstand, also von außen.

Behauptet der Neo/ Schamane keine lange Ausbildung zu benötigen?

Bei einigen wenigen, traditionellen Schamanen reichte eine sogenannte Berufungskrise (Krankheit o.ä.) als Ausbildung aus. Diese sind jedoch von Kind an in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der sie schamanische Traditionen lebendig erlebt haben.

Andere traditionelle Schamanen gehen viele, viele Jahre lang durch die Ausbildung von erfahrenen Schamanen. Manche müssen sich zusätzlich noch jahrelang unter extremen Bedingungen bewähren.

Europäer neigen dazu, sich nach einem Trommelwochenende als Schamane zu bezeichnen.
Dies ist eine kolonialistische, arrogante  Herabwürdigung eines uralten, extrem komplexen Wissens indigener Völker. Wer würde bei uns behaupten, in wenigen Tagen ein Universitätsstudium hinter sich bringen zu können? Damit ist das aber durchaus vergleichbar.

Lebt und arbeitet der traditionelle Schamane in seiner Heimat mit seinem Volk?

Manche Indios oder Indianer haben keine Verbindung mehr zu ihrem Volk. Genau das  würde aber einen Schamanen  ausmachen. Sich als "Schamane" auszugeben, ist ein gutes Geschäft in Europa. Veranstalter bieten hierzulande "echten" Schamanen manchmal ein hohes Honorar für Kurse an.
Vorsicht ist auch geboten, wenn "echte Schamanen" meist in Europa leben.

Vorsicht ist dann geboten, wenn der Schamane mit exotischen Titeln um sich wirft oder sie sehr leicht verleiht. Schamanische Traditionen kennen durchaus Grade. Aber darüber wird geschwiegen.

Solche Grade können auch nicht an Europäer weiter gegeben werden, auch wenn die Europäer das gerne glauben wollen. Nur Angeber gehen mit schamanischen Ausbildungsgraden und exotischen Titeln öffentlich hausieren.

Ist der/ die schamanische Heiler/in auffällig arm oder reich?

Auch Schamanen müssen von etwas leben. Sie nehmen Spenden oder angemessene Honorare. Sie sind nicht auffällig reich, denn ihre Patienten sind meist arm. Sie können jedoch Energien gut halten. Das gilt auch für Geld. Wer sehr arm ist, ist leichter käuflich.

Das kann gefährlich sein. Als Hinweis für ein angemessenes Honorar gilt allgemein die Dienstleistung eines einheimischen Handwerkers.

Gibt der schamanische Heiler halluzinogene Pflanzen beliebig an Menschen ab?

"Pflanzen der Götter" unterliegen in traditionellen Gesellschaften in der Anwendung strengen Regeln. Reiner Konsum ist undenkbar. Nur sehr wenige Schamanen geben Halluzinogene an Klienten ihrer eigenen Kultur ab, auch wenn sie sie selbst gelegentlich einnehmen.

Da es  ausserdem strenge Kontraindikationen gibt, ist eine breite Anwendung "für alle" sowieso ausgeschlossen. Schamanen wissen um die Grenzen einer vom Konsum geprägten europäischen Gesellschaft. Halluzinogen geben hierzulande leicht dem "Affen Zucker".

Geschickte Geschäftemacher bieten in Europa "echte Götterpflanzen" versetzt mit LSD an.

Die Wirkung echter, traditionellen " Götterpflanzen" lässt beim bloßen Konsum ausserhalb der Tradition, nämlich leider oft zu wünschen übrig.

Die meisten traditionellen, schamanischen Heiler benutzen keine Halluzinogene. Dies ist eher die Domäne der " Bewusstseinsastronauten".

Arbeitet der/die Heiler/in gegen das Selbstbestimmungsrecht anderer Menschen?

Macht, Geld und Erotik sind ein häufiges Thema für Schamanen in traditionellen Gesellschaften.  Manche lassen sich auf Schadenszauber ein, manche machen darum einen großen Bogen. Sie wissen, dass das Risiko auf sie selbst zurückfällt. Heiler arbeiten niemals so. Auch Schadenszauberer heilen ab und zu. Bei uns in Europa gibt es sehr wenige Profis die gekonnt bereit sind zu schaden.

Verteilt der Neo -  Schamane ungefragt Horrordiagnosen?

Echte Heiler halten sich mit Diagnosen und Ratschlägen zurück, bis sie gefragt werden. Ihre Ratschläge sind immer stärkend und ermunternd.

Verkauft der Heiler teure Amulette oder Wundermittel?

In manchen Dörfern Afrikas kann man mit bunten "Smarties"  Eindruck machen. In Europa muß es schon ein Elefantenschwanz oder eine Affenpfote sein. Diese "exotischen" Dinge helfen aus dem Zusammenhang gerissen, meist nur dem Händler und seinem Konto.

Umgibt den Neo / Schamanen ein Personenkult?

Schamanen sind die Diener ihrer Gemeinschaft. Sie werden mit Achtung behandelt, sie sind jedoch niemals Egomanen. Wichtigtuer sind spirituell unreif. Echte Schamanen verlangen  keine Privilegien.

Ist das Verhalten des  Schamanen sexuell anzüglich oder zweifelhaft?

Viele Schamanen haben strenge sexuelle Tabus. Wie bei allen anderen Behandlern muß sich ein seriöser  Schamane sexuell absolut korrekt und eindeutig schützend verhalten. Bereits Anzüglichkeiten sind nicht tolerierbar. Bei gewissen Behandlungen sollten dennoch immer Zeugen anwesend sein.

Ist der/die schamanische Heiler/in nach der Behandlung noch erreichbar?

Da Neo/ Schamanen in Europa nicht wie bei traditionellen Gesellschaften, in feste Zusammenhänge eingebunden sind, gilt deshalb  hierzulande die therapeutische Ethik, dass  Klienten am Tag " danach" einen Ansprechpartner bei Bedarf erreichen können müssen. Dies ist der gute Sinn des geltenden Verbotes des "Heilens im Umherziehen".

Hat der schamanische Heiler seinen Focus auf "dunkle Mächte" gerichtet?

Katastrophenszenarien sprechen nicht für  Weisheit und inneren Frieden.

Existieren für den/die schamanische Heiler/in nur helle, bunte Seiten des Lebens?

Wer in Disneyland lebt, ist Konflikten, Krankheiten und Krisen nicht gewachsen.

Will der schamanische Heiler Klienten seine eigene Kultur aufzwingen?

Ein solcher Mensch ist zu sehr in seiner Welt verhaftet und sollte nicht leherend mit Menschen aus anderen Kulturen arbeiten. Viele Schamanen ermutigen uns, unsere eigenen, schamanischen Wurzelreste auszugraben.

Verspricht der schamanische Heiler garantierten Behandlungserfolg?

Schamanen können beeindruckende Erfolge vorweisen, aber sie sind Menschen, keine Götter. Schamanen können Vieles, aber sie können keinesfalls garantierte Erfolge versprechen, denn sie bewirken die Heilungen nicht durch ihre persönlichen Kräfte. Sie stärken lediglich die Zuversicht und stellen die notwendigen Verbindungen zu geistigen Helfern her.

Nennt der / die Schaman/in sich selbst so?

Auch in Sibirien, wo dieser Titel herkommt, ist es eine Ehrenbezeichnung die man sich nicht selbst geben kann.

Nimmt die lehrende Person derzeit Psychopharmaka ein?

Wer unter dem Einfluss von Psychopharmaka steht, darf nicht Themen unterrichten, die sich eine Klärung des Bewusstseins zum Ziel setzen. Solche Menschen dürfen andere nicht in andere Ebenen der Realität schicken. Sie können sie nicht verantwortlich begleiten. Diese Frage ist bei Neo – Schaman/ innen leider notwendig.

Gibt es die Möglichkeit und die Fähigkeit während der Ausbildung Supervision zu erhalten?

Wer verantwortlich eine Ausbildung leitet, ist in der Lage Krisen aufzufangen und bietet kostenfrei Supervision in dieser Zeit an.

Behauptet jemand, Schamanismus sei ein Vorrecht indigener Völker?

Diese irrige Ansicht führt dazu, dass wir von Exoten berührt, wie von Zauberhand alle unsere
Probleme los sein wollen. Aber das ist eine Illusion. Schamanen tun nicht die Arbeit, vor der wir geflohen sind.
Schamanismus ist die ererbte Tradition aller Menschen. Derzeit haben indigene Völker dieses Wissen  noch bewahrt. Europäer sind aufgefordert, sich mit Mühe und Ausdauer ihren eigenen Wurzelresten zu widmen und sie neu zu beleben. Dies ist jedoch mehr  Arbeit, als sich in Phantasien zu ergehen oder indigene Völker zu imitieren.

Bietet ein traditioneller Schamane Initiationen einfach "so" ohne längere Ausbildung an?

Schamanen sind auch nur Menschen. Manche versprechen sich durch gute Kontakte, besonders zu wohlhabenden Europäern, Vorteile. Sie wissen, wie sie mit der Bestätigung unserer besonderer "Gaben", Eindruck machen und Menschen binden können. Da ist Vorsicht geboten. Einweihung ist das Produkt langer Arbeit, im Vorübergehen ist sie nur als ein oberflächliches und zweifelhaftes "Gastgeschenk" möglich.

Phantasiert ein traditioneller Schamane davon die "Welt" womöglich als Gesandter, zu erlösen oder zu retten?

Schamanen sind nicht immer bescheiden, obwohl es notwendig wäre. Wer Größenwahn pflegt, ist leider nicht reif genug, um als Lehrer zu wirken. Echte Spiritualität zeigt sich in der Unterordnung  der eigenen Person unter die Aufgaben. " Retter" sind immer verdächtig.  Einzelne Heilbehandlungen sind davon meist nicht beeinträchtigt.

FOLGENDE FRAGE SOLLTE HAUPTSÄCHLICH VON FRAUEN BEANTWORTET WERDEN, DIE SICH "HEXEN" NENNEN:

Sind "Hexen" die letzten Schamaninnen Europas gewesen?

Diese These stammt aus der frühen Frauenbewegung der 70 er Jahre. Damals war bei mancher der Wunsch, die Mutter des Gedankens. Akribische Sichtungen des historischen Materials zeigen inzwischen, dass die Opfer der Hexenverfolgung meist alte, oder reiche Witwen waren, aber nicht nur Frauen. Angst vor der abweichenden Norm, Gier nach dem Vermögen und das Bedürfnis "Schuldige" für Unerklärliches zu finden, waren Motive zur Denunziation. Denunziation wurde finanziell belohnt.
"Hexen" war damals die diskriminierende Bezeichnung der Folterknechte  für ihre Opfer. Sie war niemals eine Eigenbezeichnung der Frauen.

Die  heutige Tradition der "Hexen" ist stark beeinflusst von frauenbewegten, romantischen Phantasien und der "Wicca" Tradition. Diese Strömung wurde 1899 durch ein modernes Buch in Umlauf gesetzt.

Diese Ursprünge mögen ehrenwert sein. Schamanisch sind sie keinesfalls, auch wenn mehr und mehr schamanische Versatzstücke eingebaut werden.

Niemand kann definitiv sagen, wie diese einheitliche "alte Religion"  der sogenannten Hexen ausgesehen hat und was sie genau beinhaltete. Vermutungen reichen jedoch nicht aus. Es gibt leider keine ungebrochene Tradition mehr in Europa.

Bereits im alten Griechenland und Rom wurden Menschen mit den Vorwürfen getötet, die später den Hexen gemacht wurden. Bereits damals wurde die Volksmagie von einer ebenfalls vorchristlichen, "herrschenden Meinung" verfolgt.

Es ist nicht die Hexenverfolgung, die einen heilen Kosmos vorchristlicher Spiritualität zerstört und vernichtet hat. Diese Traditionen wurden in den Ländern der neuen Welt genauso grausam und unerbittlich bekämpft, aber nicht ausgerottet. Bei uns gab es im Unterschied zu diesen Ländern aber das  sogenannte Zeitalter der Aufklärung. Diese Religion der Vernunft und ihre technischen Erfolge war es, die der europäischen Spiritualität,  schliesslich sogar auch der christlichen,  das Ende bereitete.

Wahrscheinlich gab es eine vorchristliche, europäische Spiritualität z.B. in keltischen und germanischen Kulturräumen. Dies Art der Weltsicht war aber vermutlich wenig einheitlich im Sinne einer heutigen Buchreligion.

Die Nähe zu Naturreligionen macht diese mutmaßlich alte, europäische Spiritualität für uns sympathisch. Allerdings ist die Arbeit sie wieder zu beleben und in die heutige Zeit und in moderne Städte zu übersetzen, unerlässlich.

Nur diese herausfordernde Arbeit kann uns heute wieder mit unseren verborgenen Wurzeln verbinden. Diese Wurzeln dürfen nicht historisierend oder imitierend unter Glas gestellt werden. Sie müssen für hier und heute neu belebt werden, damit sie in die heutige Kultur der Gegenwart passen. Wir leben im 21. Jahrhundert und dem sollten wir Rechnung tragen.

Die Authentizität können wir als Geschenk aus den Händen derer empfangen, die einst unter Europas kolonialistischer Knute litten. Es ist das Lernen von traditionellen Schamaninnen und Schamanen das uns diesen Weg wieder eröffnet. Dieser Weg ist für uns hier und heute lebbar.

Dennoch bleibt uns immer die Aufgabe, dieses Wissen in unsere Zeit und unsere Kultur hinein zu übersetzen.

Warnhinweise für sogenannten europäischen "Schamanen und Schamaninnen":

Alle diese Beobachtungen sollten zu Vorsicht im Umgang mit europäischen Schamanen und Schamaninnen führen.

  1. Imitiert jemand hier bei uns eine aussereuropäische Kultur mit einem verallgemeinernden Anspruch??
  2. Imitiert jemand eine europäische Kultur die nicht mehr lebendig ist ( Kelten, Germanen )?
  3. Wurde die Person selbst nicht von traditionellen Schamanen eingeweiht und bevollmächtigt?
  4. Beziehen Wissenschaftler/ innen oder Psychologen ihre schamanische Autorität nur aus ihren Forschungen?
  5. Dauerte eine mögliche "Einweihung" nur kurze Zeit?
  6. Macht diese Person nur "schamanische Psychotherapie"?
  7. Schreibt diese Person hauptsächlich Bücher?
  8. Gibt diese Person hauptsächlich kurze Kurse in Europa?
  9. Nimmt diese Person alle Interessierten in Kurse auf, ohne deren Voraussetzungen zu prüfen?
  10. Ist diese Person nicht jederzeit erreichbar?
  11. Verlangt jemand sehr hohe Honorare?
  12. Nimmt diese Person Spenden oder Leistungen an für "Projekte", die nicht überprüft werden können?
  13. Trinkt diese Person viel Alkohol?
  14. Kifft diese Person?
  15. Verhält sich diese Person überheblich?
  16. Beantwortet diese Person nicht bereitwillig Fragen?
  17. Lehrt diese Person schamanische Methoden ohne eine Anleitung zu Spiritualität und kritische Selbsterkenntnis?
  18. Bilden sich um diese Person herum sektenähnliche Strukturen mit Abhängigkeiten, Dünkel und Personenkult?
  19. Gibt diese Person Wochenendkurse die "Schamanismus" unterrichten?
  20. Verteilt die Person an alle Interessenten bewusstseinsverändernde Pflanzen?
  21. Sexualisiert diese Person Situationen in der Ausbildung?
  22. Dramatisiert eine Person gern Situationen um dann schnelle Lösungen anzubieten?
  23. Ist diese Person depressiv?
  24. Nimmt diese Person Psychopharmaka ein?
  25. Sammelt diese Person Geld das in ungeklärte Taschen wandert?
  26. Ist diese Person in der Lage geschlechterdiskriminierende Sichtweisen zu vermeiden?
  27. Verurteilt diese Person eine andere, ihr nicht bekannte Kultur?

IN ALLEN DIESEN FÄLLEN IST ERHÖHTE VORICHT GEBOTEN!

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