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WESHALB IST ES NOTWENDIG, SICH AUF UNSERE EIGENE TRADITION ZU BEZIEHEN?

Wir sitzen in "indianischen" Schwitzhütten und nehmen Pflanzenprodukte aus dem Regenwald zu uns.
Wir lernen afrikanisches Djembe Trommeln und beschäftigen uns mit asiatischen Kampfkünsten.

Die Globalisierung findet eben nicht nur auf Staatsebene statt. Wir lernen andere Kulturen kennen und schätzen. Das ist nach einem Jahrhundert mit zwei Weltkriegen bei denen sich Europas Kulturen bekämpften, ein wichtiger Schritt zur Heilung unseres Bewusstseins. Das gilt im besonderen Maße für Deutschland.

In der politischen Vergangenheit Deutschlands liegt auch die Wurzel für die Bereitschaft, das "Kind" mit dem Bade auszuschütten. Das ist nämlich die Kehrseite der kulturellen Vielfalt.

Das traditionelle, deutsche Liedgut z.B. wird heute sofort mit nationalsozialistischen Umtrieben assoziiert, auch wenn Text und Melodie andere Inhalte haben und ausserdem viel älter sind. Deshalb singen wir, wenn überhaupt, lieber auf englisch.

Das ist symptomatisch für unsere heutige Situation in Deutschland. Dabei gibt es eine reiche und schöne Tradition des Brauchtums in Deutschland die genauso wenig "Nazi" Kultur ist wie Schiller und Goethe.

Wir haben wundervolle Märchen und Legenden.
Wir haben viele klangvolle Volkslieder. Wir haben großartige Handwerkstraditionen, immer noch.
Wir haben ein großes Wissen über einheimische Heilpflanzen. Sehr viel altes bäuerliches Wissen ist in die biologische Bodenbewirtschaftung eingeflossen. Viele dörfliche Volksfeste haben alte Traditionen wie der Markgröninger Schäferlauf oder die alemanische Fasnet.
Der kreative Umgang mit der Schönheit und Ausdrucksstärke der deutschen Sprache ist kein Privileg der großen Dichter mehr. Poetry slam heisst die Bewegung, die Dichtung von "unten" auf die Bühne holt.

Dabei ist hier nicht von TV tauglich gemachten events die Rede und auch nicht von verstaubten, musealen Glaskästen. Diese Traditionen werden im Alltag gelebt und ständig um neue Aspekte bereichert.

Dies sind lebendige Traditionen die sich mit dem Leben verändern und dennoch ihren Halt aus der Überlieferung beziehen.

Genau darum geht es auch der UNESCO in ihrem Bemühen, das sogenannte " immaterielle Kulturgut" als besonderen Wert anzuerkennen und zu schützen.
23 europäische Staaten, wie z. B. Österreich und die Schweiz haben dieses Abkommen schon unterzeichnet.

Unsere einheimischen, heilerischen Traditionen sind eben so ein schützenswertes , uraltes, "immaterielles Kulturgut".  Nur langsam nehmen wir diesen Wert wahr.

"Mütter Nacht im Labyrinth" ist eine Ausbildung, die sich der Erhaltung und Verbreitung der ureigenen, europäischen Volksheilkunde verschrieben hat. Daß diese Art der Heilkunde mehr mit der schamanischen Heilkunst gemeinsam hat als mit einer methodenverliebten Art und Weise mancher spritzenschwingender Heilpraktiker, ist leicht zu verstehen.

Die Bildersprache ist sicherlich universal, dennoch ist den meisten Menschen hierzulande ein alter Lindwurm der im tiefen Tannenwald lebt näher, als ein chinesischer Papierdrache.

Wir sind zuhause in unserer Kultur und ihren Bildern. Gerade wenn wir krank sind, brauchen wir Schutz und Zuflucht in vertrauten Welten.

Deshalb macht es Sinn, auch die schamanische Heilweisen als menschliches Kulturerbe in unseren traditionellen Rahmen wieder hinein zu übersetzten.

 
 
 

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